Köbes teilt · · 1 Min. Lesezeit
Geißbock, Stange, siebter Himmel – und warum die Theke mitfiebert

Wer den Club nicht mag, darf trotzdem sitzen. Laut sein muss er nicht.
Im Haus Bayer hängt kein Museum. Hängt ein Verein, der zur Stadt gehört wie der Rhein zum Ufer. Der 1. FC Köln ist kein Merch-Regal. An Spieltag ist er der dritte Gast am Tisch: neben dir und der Stange.
Warum wir nicht „Sportsbar“ sagen
Sportsbar klingt nach Chicken-Wings-Eimer und Lautstärke ohne Inhalt. Wir haben Holz, Theke und eine Leinwand, die man sieht, ohne den Nachbarn umzuschreien. Halbzeit ist Halbzeit: Kölsch, Klo, Meinung. Mehr Ritual braucht Köln nicht.
Wer den Club nicht mag, darf trotzdem sitzen. Laut sein muss er nicht. Wer aber nach einem späten Tor die Stange hebt, gehört dazu – auch wenn er erst seit einem Jahr im Veedel wohnt.
Nach dem Abpfiff
Nach dem Spiel bleibt die Theke Theke. Kein After-Show, kein DJ. Wer verlieren musste, kriegt eine ehrliche Runde Mitgefühl und ein volles Glas. Wer gewonnen hat, zahlt irgendwann die nächste. So war das schon, bevor es Livestreams gab.