Kölner Sprüche · · 1 Min. Lesezeit
„Et hätt noch immer jot jejange“ – und wann das an der Theke stimmt

Optimismus auf Kölsch heißt nicht: Augen zu. Er heißt: Glas hin, weitermachen.
„Et hätt noch immer jot jejange“ sagen Kölner, wenn die Bahn ausfällt, der Effzeh hinten liegt oder der Regen schräg kommt. Es ist kein leerer Spruch. Es ist die Kurzfassung von: wir waren schon in schlimmeren Kneipen und sitzen trotzdem noch.
Übersetzung für Zugezogene
Heißt nicht „alles super“. Heißt: schlimmer ging’s auch. Optimismus auf Kölsch heißt nicht: Augen zu. Er heißt: Glas hin, weitermachen. An der Theke benutzen wir den Satz nach verschüttetem Kölsch und nach verschossenem Elfmeter. Beides überlebt man.
Wer ihn ironisch sagt, hat Köln verstanden. Wer ihn als Garantie nimmt, zahlt die nächste Runde. So halten wir das im Haus Bayer – ohne Schild, mit Blick.