Kölner Sprüche · · 1 Min. Lesezeit
„Deckel drauf“ – der höflichste Schluss der Stadt

Wer den Deckel legt, ist kein Spielverderber. Er ist klar.
In anderen Städten winkt man oder sagt „die Rechnung“. In Köln reicht ein Deckel. Drauf, fertig. Der Köbes sieht das. Kein Nachschenken, kein Nachhaken. Wer den Deckel legt, ist kein Spielverderber. Er ist klar.
Was der Deckel nicht heißt
Nicht: geh weg. Nicht: du warst zu teuer. Heißt: für heute reicht’s. Du kannst sitzen bleiben. Reden. Nur das Glas bleibt leer. Das ist Höflichkeit ohne Rede.
Im Haus Bayer gilt das an der Theke und am Stammtisch. Wer’s das erste Mal macht, guckt unsicher. Beim zweiten Mal gehört er dazu.